Kurioses

Seltene Igelart entdeckt


Hier in freier Wildbahn

Jeder Mensch kennt die Kunststückchen von Hunden, die Grazie von Katzen und die Kraft von Bären. Alle Welt liebt Meerschweinchen, Hamster und Mäuse. Aber eines der am meisten unterschätzten Tiere sind und bleiben die Igel. Und derer gibt es zahlreiche Arten: Diese, diese, diese, diese und diese.

Die faszinierendste Igelart jedoch ist ebenso rätselhaft, wie unerforscht: Der gemeine Zigarettenigel (Foto). Wie pflanzt er sich fort? Wie schnell wächst er im Durchschnitt und was sind seine natürlichen Feinde? Wovon ernährt er sich und kann er überleben, wenn ihn der Wind davonweht? Man weiß es nicht. Wer hier genauere Informationen hat, möge sie bitte in den Kommentaren hinterlassen.

Jan • 14.1.2008, 7:14 Uhr

Woanders · Liebes Tagebuch

Meine England-Tagebücher: Tag 8


Unser Stellplatz (Foto: Frank, Lizenz)

Vom 12. bis 21. August 2007 waren Frank und ich auf Englandreise. Wir fuhren mit seinem '93 Mini Mayfair, Zelt, Campingkocher und ADAC-Atlas zu »Mini In The Park«, dem weltweit größten Minitreffen in England. Frank hatte den Wagen gerade zwei Jahre lang komplett restauriert. Ich habe den Verlauf der Reise handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

Sonntag - 19.08.2007

Frank weckt mich um 07.30 Uhr, denn ringsherum ist reges Treiben: Die Leute bauen fast hektisch ihre Zelte ab. Ich höre Regen auf unseres prasseln.

Auch wir bauen schnell das Zelt ab, verstauen unseren Krempel im Auto und fragen uns zur Concours-Anmeldung durch. Die Fahrt vom Zeltplatz zum Stellplatz ist alles andere als lustig, denn die gesamte Fläche, vor allem die Zufahrten, haben sich im Dauerregen in tiefe Moore verwandelt. Mehrere Minis stecken bereits tief im Schlamm. Aber es nützt nichts, wir müssen da durch! Frank fährt vorsichtig und am Rand so dicht wie möglich an die riesige, moorige Matschfläche heran, in der andere Minis wie gestrandete Wale hilflos warnblinkend herumstehen. Plötzlich wendet er, legt den Rückwärtsgang ein und fährt, sowohl unter meinem überraschten Staunen, als auch unter den ungläubigen Blicken aller umstehenden Leute, seelenruhig rückwärts durch das Schlammeer. Ohne das geringste Problem erreichen wir den Asphaltweg und lassen eine völlig perplexe Menschenmenge zurück, der Frank gerade eindrucksvoll vorgeführt hat, wie man mit einem Fronttriebler richtig durch Morast fährt. Wir parken den Mini auf der uns zugewiesenen Stellfläche und frühstücken ersteinmal.

Seit 11.00 Uhr stöbern wir nun über das Gelände und schauen uns die verschiedensten, seltensten und verrücktesten Minis an. Frank durchsucht akribisch jeden einzelnen Verkaufsstand nach Schnäppchen.

Bisher haben wir noch keine Deutschen hier gesehen. Nichtmal ein deutsches Kennzeichen, außer das von Andreas Golf gestern. Nur ein Mini-Club namens »Dutch Mini People« und ein paar Franzosen ohne Mini sind bisher zu sehen gewesen. Es scheint, wir sind tatsächlich die einzigen deutschen Vertreter hier, was uns mit einem gewissen Stolz erfüllt.

Sitzpause um 12.30 Uhr. Frank geht nochmal die Stände ab, während ich Rücken und Beine schone. Über die Lautsprecher werden immer wieder Ansagen gemacht. Zu den Rennzeiten auf der Viertelmeile oder dem Termin zur Verkündung der Gewinner des Concours in den verschiedenen Klassen. Jetzt wird gerade durchgesagt, daß unter den vielen Teilnehmern hier auf dem Santa Pod Raceway auch »some German gentlemen and some dutch people« gesichtet wurden. Nicht nur, daß mir der passende Vergleich mit den Holländern gefällt, nein auch daß wir hier schon wahrgenommen wurden ist toll.

Kurz vor Schluß spricht mich ein englischer Minifahrer an und befragt mich nach den Motormodifikationen, die Frank vorgenommen hat. Ich kann ihn gerade so lange hin- und unterhalten, bis Frank angetrabt kommt, der noch eine Runde mit der Kamera gedreht hat. Sie unterhalten sich lange und ausführlich. Danach geht es zur großen Preisverleihung.

Um 18.00 Uhr befinden wir uns wieder auf der Straße und fahren nach Osten. Wir haben natürlich nichts gewonnen in unserer Klasse und auch nicht den Mini des Gewinnspiels, an dem wir teilgenommen haben. Jetzt wollen wir noch so nah wie möglich an die Küste gelangen.

Um 19.00 Uhr kehren wir in einen Pub ein, um Abendbrot zu essen und nach einem geeigneten Campingplatz zu fragen. Um 20.15 Uhr steht unser Zelt auf einem Campingplatz nahe Cambridge und wir machen uns auf den Weg in den nächsten Pub für ein bis zwei Absacker-Biere. Es regnet unentwegt, bis zum Morgen.

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Jan • 10.1.2008, 6:37 Uhr

Liebes Tagebuch · Aktuelles

2007 ist jetzt auch schon ein paar Tage her


Silvesterimbiß in Berlin

Ja nun, es war ein Kampf. Nein nicht das Jahr 2007. Sondern die Entscheidung zum Thema »Soll man nun einen Jahresrückblick-Hallo-neues-Jahr-Artikel schreiben oder nicht?«. Nun, der erste wär es nicht, dafür ist es etwas spät, aber so ganz ignorieren sollte man es vielleicht trotzdem nicht, also mal nachgereicht.

Die wichtigste Information ist sicherlich der Umstand, daß wir jetzt 2008 haben. Herzlichen Glückwunsch! Besonders überraschen wird das jetzt aber niemanden. Immerhin haben ja die meisten sehr ausgiebig gefeiert, sogar die Chinesen, die ja eigentlich erst im Februar das neue Jahr beginnen. Vermutlich sind einfach nur alle froh, daß 2007 endlich vorbei ist. Vorbei ist die furchtbare Zeit, in der Raucher nicht draußen im Regen rauchen durften und sich stattdessen in kleine, ungemütliche und schlecht belüftete Kneipen drängen mußten. Vorbei sind auch die grausamen angsterfüllten Jahre, in denen wir tagtäglich Terrorismusopfer hätten werden können, weil unsere Daten nicht unter Pauschalverdacht auf Vorrat gespeichert wurden. Vorbei ist auch diese unerträgliche Zeit, in der man mit dem Neuwagen noch in die Innenstadt fahren durfte. Es ist alles vorbei, das Jahr ist endlich weg. Endlich! Doch schon fängt ein neues an. So mancher fragt jetzt: Was soll der Scheiß? Und das zu recht. Wann hört das endlich auf?

Jan • 7.1.2008, 6:59 Uhr • Kommentare: 2

Woanders · Liebes Tagebuch

Meine England-Tagebücher: Tag 7


Franks Tankdeckel (Foto: anderl, Lizenz)

Vom 12. bis 21. August 2007 waren Frank und ich auf Englandreise. Wir fuhren mit seinem '93 Mini Mayfair, Zelt, Campingkocher und ADAC-Atlas zu »Mini In The Park«, dem weltweit größten Minitreffen in England. Frank hatte den Wagen gerade zwei Jahre lang komplett restauriert. Ich habe den Verlauf der Reise handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

Sonnabend - 18.08.2007

Aufgestanden um 08.00 Uhr. Packen das Auto voll, verabschieden uns und fahren gegen 10.00 Uhr zu Andrea. Sie wird uns zum eigentlichen Ziel unserer Reise begleiten: Mini In The Park.

Ich lotse uns gut durch England und wir erreichen ohne Umwege punktgenau den Santa Pod Raceway. Wir flanieren über das Gelände, schauen uns Minis an und sehen bei einigen Viertel-Meile-Rennen zu. Schließlich fahren wir nochmal zum Abendbrot in die nächstgelegene Stadt Wellingborough. Gegen 18.00 Uhr macht sich Andrea wieder auf den Heimweg. Morgen in aller Frühe fliegt sie zur Summer School.

Wir fahren nochmal zum nächsten Tesco, um Frühstück, vor allem aber noch Bier einzukaufen. Beim Treffen kostet ein dünnes Kopfschmerzbier sage und schreibe 3 Pfund! Da es - wie schon den ganzen Nachmittag - regnet, ziehen wir uns gegen 21.00 Uhr mit Bier und Chips ins Zelt zurück und beobachten die betrunkenen Engländer, die an unserem Zelt vorbeitorkeln.

Ich schlafe unruhig. Es regnet die ganze Nacht. Unsere Nachbarn haben noch sehr lange sehr lautstark gefeiert und bis spät in die Nacht gegröhlt, gelacht, gehupt und die Motoren der Minis bis zum Anschlag hochgetourt. Es dämmert gleich und ich finde endlich tiefen Schlaf.

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Jan • 3.1.2008, 6:36 Uhr

Liebes Tagebuch

Das wars für dieses Jahr


Politisch engagierte Weihnachtsmänner
(Foto: ManilaRyce, Lizenz)

Es ist wieder soweit. In 4 Tagen ist schon wieder Heiligabend. Ich hätte es fast vergessen. Dabei ist es ja nicht so, daß es sich nicht schon seit Längerem angekündigt hätte, im Gegenteil.

Als ich am 31. August noch die letzten Vorräte für den Segelurlaub eingekauft habe, war noch alles normal und unauffällig. Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, was mich bei meiner Rückkehr erwarten würde. Nur eine Woche später, am 8. September nämlich, mußte ich mich schon sehr zusammenreißen, um nicht aus einem Nervenzusammenbruch heraus das Süßigkeitenregal 12 und 13 auf den Kaufhallenparkplatz zu werfen. Weihnachtsmänner! Überall Weihnachtsmänner! Und Lebkuchen! Und ein Stockwerk höher Plastetannenzweige, Lichterketten und nach Zimt duftende Kerzen.

Man muß zugeben, der Sommer dieses Jahr war etwas kurz: Zwei heiße Wochen im Mai. Aber auch wenn der Herbst schon seit April die Menschen terrorisiert, bedeutet das nicht zwangsläufig, daß man diese Zeit schon als Vorlauf mit einrechnen darf. Man kann doch nicht in der ersten Septemberwoche schon Weihnachtssachen in die Kaufhallen stellen, das geht doch nicht! Aber wehe man will im Dezember die Zutaten für den bunten Teller einkaufen gehen, dann steht man vor leeren Regalen.

Lieber Weihnachtsmann, bitte bedenke die verantwortlichen Marketingfuzzies dieses Jahr mit einer Rute, danke!

Jan • 20.12.2007, 7:13 Uhr • Kommentare: 3

Woanders · Liebes Tagebuch

Meine England-Tagebücher: Tag 6


Englische Höflichkeit

Vom 12. bis 21. August 2007 waren Frank und ich auf Englandreise. Wir fuhren mit seinem '93 Mini Mayfair, Zelt, Campingkocher und ADAC-Atlas zu »Mini In The Park«, dem weltweit größten Minitreffen in England. Frank hatte den Wagen gerade zwei Jahre lang komplett restauriert. Ich habe den Verlauf der Reise handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

Freitag - 17.08.2007

Aufgestanden um 09.00 Uhr, Frühstück in Reading (Panini, Cappuccino, frischgepreßter Orangensaft, Schokoladenkuchen) und gleich weiter richtung Oxford - leider ausversehen über die Autobahn M4 und dann Fernverkehrstraße A34, anstatt die schöne Route über die Dörfer zu nehmen. Das ist nun für die Rückfahrt geplant.

Oxford ist sehr überlaufen zur Zeit. Vermutlich weil noch Semesterferien sind und heute mal zur Abwechslung die Sonne scheint. Schnell einen Iced Caramel Macchiato und einen Gang zu einer mit absoluter Sicherheit sauberen Toilette - bei Starbuck's hat man nicht das Gefühl, man bräuchte vor Benutzung erstmal eine Tetanus-Impfung.

Die Architektur in Oxford ist beeindruckend, alles strahlt Alter, Geschichte und Tradition aus. Aber außer alten Mauen und Massen von Touristen und Studenten, gibt es nicht viel mehr zu berichten. Fotos kann ich ja leider auch keine machen.

Die Rückfahrt treten wir über die kleinsten zu findenden Straßen an, was uns eine sehr schöne und romantische englische Midlands-Landschaft offenbart: Hecken, die die Straßen wie Tunnel umschließen, winzige Dörfer, alte Pubs, Schafsweiden, grüne Wiesen. Ich ärgere mich immer wieder darüber, daß meine Kamera kaputt ist.

Um 19.30 Uhr entscheiden wir uns dann endlich, wo wir zu Abend essen wollen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, einen netten Pub mit Parkplatz zu finden, parken wir den Mini dann doch vor Marcos Haus und machen uns zu Fuß auf den Weg ins Town Centre zu einem einfachen Chain Pub mit gutem Essen.

Um 22.00 Uhr noch ein abschließendes Bier im »Queen's Head«, nachdem wir noch eine große Runde durchs Town Centre gedreht und den langen Weg zurück zum Haus begonnen haben. Ich bin diesen Urlaub so viel gelaufen, wie selten zuvor. Mir tut alles weh, so ist der Zwischenstop in diesem Pub unumgänglich. Frank ist begeistert davon, daß in diesen alten Mauern noch alles beim Alten geblieben ist. Er hat hier vermutlich mehr Zeit verbracht, als in der Uni. Seinen sentimentalen Erzählungen zufolge, nutzte er das Lokal nicht nur zum Aletrinken, sondern eben auch für alle universitären Arbeiten, die keinen Rechner erforderten. Zwei alte Männer an der Bar, die hier Stammgäste sind, erkennen Frank und grüßen freundlich. Ich habe das Gefühl, daß sich spätestens in dieser Sekunde die lange Autofahrt nach England für ihn gelohnt hat.

Auf dem Heimweg schauen wir nochmal bei der Imbißbude vorbei. Der Russe ist diesmal da und schaut merkwürdig zu uns rüber. Frank ist nun fast ein wenig erleichtert darüber. Nicht, weil das Essen jetzt besonders gut wäre, schließlich genießt diese Bude einfach nur das Glück, zufällig auf dem Heimweg zwischen Pub und Wohnung zu liegen, jedoch aber sicher, weil es ein weiteres Indiz dafür ist, daß hier alles beim Alten geblieben ist. Auf dem Heimweg nehme ich mit meinem Handy noch ein lustiges Schild (Foto) auf. Hier in England scheint es keine Verbote zu geben - nur höfliche Hinweise.

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Jan • 17.12.2007, 1:34 Uhr

Woanders

Ungelöste Rätsel des Universums (1)


Nicht zu erkennen: Die Abflugtafeln

Warum sind die Abflugtafeln auf Flughäfen immer genau dort angebracht, wo man sie niemals im Sitzen erkennen kann?

Kopenhagen: Man sitzt mit einem Truthahn-Mangochutney-Sandwich in einem der Plasteschalensitze, schlürft an einer Kola und beobachtet, wie auf dem Rollfeld SAS-Flugzeuge im Sonnenuntergang rangieren. Hinundwieder ein Blick auf die Uhr. Noch 52 Minuten, ob wohl der Flugsteig schon ausgewiesen ist? Wird es auch diesmal wieder A22 sein? Die Monitore mit den Abflugzeiten sind in Sichtweite, ihre Bildschirme jedoch zeigen in die andere Richtung und sind nicht zu sehen. Man muß aufstehen und den tollen Fensterplatz aufgeben, denn alle 5 Minuten erinnert eine Bandansage daran, keine Gepäckstücke unbeaufsichtigt zu lassen. Schließlich muß man sich einen neuen Platz suchen - »Waiting for gate«.

East Midlands: Ein Schokomuffin und ein lauwarmer doppelter Cappuccino, mehr braucht der Mensch nicht. Sitzend in einem dieser gepolsterten Sessel mit diesen harten Plastearmlehnen in einem der Wartebereiche zwischen den Terminals hinterläßt man Schokoladenfingerabdrücke auf den Seiten eines Adams-Buches. Man kann sich nicht wirklich auf das Buch konzentrieren, denn man muß sich dauernd fragen, ob nicht schon das Boarding begonnen hat. Natürlich hat man noch massenweise Zeit, aber der Umstand, daß die Anzeigetafeln nur in den großen Schalterhallen hängen und man in den Warteräumen - die einzigen Orte mit Sitzgelegenheit - vergeblich danach sucht, macht einen mit jeder verstreichenden Viertelstunde nervöser. Nachdem man das gleiche Kapitel sechs mal von vorne angefangen hat, gibt man meistens auf.

Barcelona: Man spürt die Sonne auf dem Gesicht, die durch die riesigen Glasscheiben flutet, während man in den kinosesselartigen Sitzen des Wartebereichs langsam wegdöst. Wie spät ist es? Wann geht der Flug? Hat das Boarding schon begonnen? Ein Blick rüber zu der komischen Säule inmitten der Halle ist zwecklos; die Bildschirme zeigen zwar in die richtige Richtung sind aber zu klein und zu weit weg, um irgendetwas zu erkennen (Foto).

Die meisten Flughäfen verfügen über eine »Mastertafel«, so eine riesengroße Abflugtafel, die meistens in der großen Schalterhalle links neben den Rolltreppen hängt und manchmal sogar noch diese Klappbuchstaben hat, die lautstark durchblättern, wenn sich die Anzeige ändert. Es ist nicht ungewöhnlich, daß genau in dieser Halle Leute auf der Erde sitzen, mit dem Rücken an das Handgepäck gelehnt, Kopfhörer im Ohr und einen Doughnut kauend auf die Anzeigetafeln starren, als ob dort gerade ein Film gezeigt würde. Jetzt wird einem klar, warum.

Schlußendlich bleibt jedoch die Frage im Raum stehen. Ist das eine subtile Methode der Architekten, für eine gleichmäßige Fluktuation bei der Benutzung der Wartesitzmöbel zu sorgen oder einfach nur ein perfider Plan, hektische Reisende in den nervösen Wahnsinn zu treiben? Wer mögliche Antworten auf dieses Rätsel weiß, möge sie doch bitte in den Kommentaren notieren, danke!

Jan • 13.12.2007, 6:40 Uhr

Woanders · Liebes Tagebuch

Meine England-Tagebücher: Tag 5


Kirche in Reading: Der heiligen Maria ihr Popo

Vom 12. bis 21. August 2007 waren Frank und ich auf Englandreise. Wir fuhren mit seinem '93 Mini Mayfair, Zelt, Campingkocher und ADAC-Atlas zu »Mini In The Park«, dem weltweit größten Minitreffen in England. Frank hatte den Wagen gerade zwei Jahre lang komplett restauriert. Ich habe den Verlauf der Reise handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

Donnerstag - 16.08.2007

Aufgestanden um 09.00 Uhr, Duschen und zum ASDA. Kaufen Getränke für die Fahrt und Frühstück. Finden kein passables Frühstück und fahren weiter zum Campus.

Treffen Marc um 12.30 Uhr, essen Mittag in der Mensa und spazieren eine Runde auf dem riesigen Uni-Gelände, das größtenteils aus Wald, Wiese und einem See besteht. Fahren schließlich ins Town Centre zum Einkaufen: Zwei T-Shirts, zwei Hemden und ein Gürtel, alles sehr günstig.

Abendbrot im KFC und schließlich ein Feierabend-Ale im »Hobgobblins«, einem sehr populären Pub mit angeblich über 100 Ale-Sorten. Ich probiere diesmal ein helles, aber auch das schmeckt mir nicht. Ich gebe es auf und werde keine weiteren Ales mehr testen. Das Lager hier in England kann man durchaus trinken und es ist ein passabler, wenn auch nicht vollständiger Ersatz für das hier völlig unbekannte Pils. Wir begeben uns zurück zum Haus und verstauen unsere Einkäufe.

Um 20.30 Uhr geht es dann zum »Queen's Head« Pub, Franks damaligem Stammlokal, als er noch hier studierte. Wir begießen den Tag mit Ale und richtigem Bier. Auf dem Rückweg noch ein Lamb Doner an Franks ehemaliger Stamm-Imbißbude von so einem Russen. Der Russe ist nicht da, es schmeckt trotzdem.

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Jan • 10.12.2007, 6:05 Uhr

Neulich im Zwischennetz · Kulturelles · Früher

Was es (nicht) auf DVD gibt


Keine Panik, das gibt es auf DVD!

Wenn man einen normalen Mobilfunkvertrag hat, bekommt man regelmäßig ein neues Telefon subventioniert. Hat man jedoch keinen normalen, sondern einen wirklich nützlichen Vertrag, bekommt man keins. Dafür zahlt man so gut wie keine Grundgebühr (die ja sonst eigentlich dem Wert des subventionierten Telefons entspricht) und hat 150 Frei-SMS im Monat (wenn man Glück hat). Außerdem kann man sich sein Telefon auf dem freien Markt aussuchen und ist nicht auf das mickrige (oft) und eintönige Angebot des Anbieters beschränkt. Natürlich behält man dann sein Telefon auch viel länger, denn man hat ja nicht alle 12 Monate das Gefühl, man müsse sich jetzt ein neues aussuchen, um die Grundgebühr nicht umsonst bezahlt zu haben.

Kauft man sich schließlich nach 4 Jahren ein neues Telefon, weil das alte Display langsam flackert und die Tastatur spinnt, schaut man sich auch gleich nach neuen Ruftönen um. Die Technik ist weiter und man kann jetzt auch MP3-Titel verwenden, ohne erst umständlich in das richtige Format konvertieren zu müssen. Nun zeigt die Erfahrung, daß die mitgelieferten Töne allesamt unbrauchbar sind. Nur fürchterliche, nervende Melodien. Der klassische Klingelton (und ich meine nicht das »Universal Klingeln«, das man überall hört), der einfach nur piept oder düdelt oder dingelt oder surrt, scheint in den Augen der Hersteller nicht gefragt zu sein. Sucht man derlei jedoch im Zwischennetz, findet man auffallend viele Rufe nach den guten alten schlichten Tönen und Kritik an deren Fehlen.

Absolut verwerflich, unentschuldbar und mehr als nur peinlich ist es, Musik als Rufton zu verwenden. Dennoch stößt man im Zwischennetz mitunter auf alte Perlen, die es einem sehr schwer machen, sie nicht in Augenblicken der Schwäche zum Rufton auszuerkiesen. So fand ich den oben eingebetteten Titel und kam dann ganz schnell zu weiteren Highlights hier, hier und hier.

Leider gibt es nur letzteres auch tatsächlich auf DVD. Die ganzen Knight Riders, Airwolfs und Colt Seavers der schönen Achtziger Fernsehwelt gibt es natürlich in den hübschesten Box-Sets, sucht man aber die richtigen Klassiker, die Geheimtips, wie »Riptide«, »Stingray« oder »Space - Above And Beyond« (Achtung Neunziger!), wird man herb enttäuscht.

Bisher war es ein wahrer Segen, Ende der Siebziger geboren worden zu sein: Man war noch zu jung, um sich ernsthaft für die Musik der Achtziger zu interessieren und ist dadurch haarscharf dem Fluch entgangen, einer dieser Mittdreißiger zu werden, die auf diese unsäglichen Achtzigerparties gehen und der Meinung sind, Depeche Mode sei soetwas wie eine Offenbarung. Da die Musik der Neunziger aber noch viel schlechter und dies auch so unglaublich offensichtlich war, konzentrierte man sich bereits in jungen Jahren auf die Rosinen im Kuchen und lernte, die wenigen guten Sachen vom Mainstream-Müll abzugrenzen. Das macht anspruchsvoller.

Doch was sich bisher als großer Vorteil darstellte, entpuppt sich nun als nicht ganz so perfekt: Die vielen amerikanischen Fernsehserien der Achtziger Jahre (als die USA noch die Guten waren) haben einen in der gesamten Kindheit begleitet und sind heute soetwas wie eine Zeitkapsel, die berühmte kleine Kiste, die man als Kind mit wichtigen Erinnerungsstücken füllt und dann im Garten vergräbt. Nur mit dem Unterschied, daß die Fernsehserienzeitkapselkiste von einer Produktionsfirma gefunden wurde, die den Inhalt durch eine kleine Notiz ersetzt hat: »Diese Serie ist nicht auf DVD erhältlich! Vielleicht bringen wir sie nochmal irgendwann raus, vielleicht auch nicht.« Danke Fernsehen! Sarkastisch (diesmal)!

Jan • 6.12.2007, 6:57 Uhr • Kommentare: 1

Woanders · Liebes Tagebuch

Meine England-Tagebücher: Tag 4


Fotos unerwünscht: Der Apple-Store in London

Vom 12. bis 21. August 2007 waren Frank und ich auf Englandreise. Wir fuhren mit seinem '93 Mini Mayfair, Zelt, Campingkocher und ADAC-Atlas zu »Mini In The Park«, dem weltweit größten Minitreffen in England. Frank hatte den Wagen gerade zwei Jahre lang komplett restauriert. Ich habe den Verlauf der Reise handschriftlich in einem kleinen Notizbuch festgehalten.

Mittwoch - 15.08.2007

Aufgestanden um 07.00 Uhr, da bis 08.00 Uhr das Auto umgeparkt werden muß. Nach dem Duschen Auto voll laden und nochmal schnell ins Town Center für letzte Einkäufe vor der Weiterreise. Um 09.30 Uhr zu Micha in die Firma, um die Wohnungsschlüssel vorbeizubringen. Weiter nach Woking, Auto abgestellt und mit dem Zug nach London. Ein teurer Spaß: Neun Stunden parken kosten 8,60 GBP und Return-Tickets inklusive Tube kosten 15 GBP pro Person.

Fahren mit dem Vorortzug bis London Waterloo und dann mit der Tube bis zum Leicester Square. Treffen uns dort mit Tom und gehen erstmal einen Kaffee trinken. Er führt uns durch Londons Herz, wie er sagt: Trafalgar Square, Piccadilly Circus, Apple Store London und weitere bekannte und touristische Orte, die ich alle schon wieder vergessen habe, wie z.B. dieses große und berühmte Spielzeugkaufhaus. Nach zwei Stunden muß Tom wieder zurück ins Büro; Frank und ich essen erstmal beim Thailänder zu Mittag.

Wir erkunden London jetzt auf eigene Faust: Hyde Park, noch ein anderer Park, Buckingham Palace und noch ein Park. Wir wollen noch zur Tower Bridge und zum Parliament. Zu spät bemerken wir, daß beides an entgegengesetzten Stellen der Themse liegt. Als wir den Fluß überqueren, sehen wir gerade noch die Spitze von Big Ben zu unserer Rechten, entscheiden uns aber für die Tower Bridge. Ein Fehler, denn als wir eine Karte finden, merken wir, daß die berühmte Brücke nicht mehr zu erreichen ist in der uns verbleibenden Zeit. Wir kommen nahe genug heran, um sie von einer anderen Brücke aus zu sehen: Halb verdeckt und weit weg im Dunst.

Um 18.20 Uhr steigen wir in den Zug zurück nach Woking. Im Londoner Büro meiner Firma in der Hammersmith Road waren wir nicht mehr, trotz ursprünglicher Planung, denn in Anbetracht der wenigen Zeit und der vielen sehenswerten Orte erschien mir das Büro als niedrigste Priorität überhaupt.

Wir steigen ins Auto um und erreichen Reading gegen etwa 20.00 Uhr. Wir finden nach einiger Sucherei auch endlich »35 Donnington Gardens«, essen Abendbrot mit Marco und Marc und besuchen dann mit Andrea und Marco »The Back of Beyond«, einen nahegelegenen Pub. Gegen 23.00 Uhr dann Schlafsack.

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Jan • 3.12.2007, 1:30 Uhr • Kommentare: 4