Wissenswertes
Warum heute Montag ist
Alles begann im Jahre 1835, als die Kontinentaleuropäer in England den Linksverkehr eingeführt hatten, weil sie ihn selbst nicht mehr wollten. Überraschenderweise haben sich die Briten ziemlich darüber gefreut und begehen noch heute ihren Nationalfeiertag an diesem Tag. Dieser Umstand und das Bestreben zur Individualisierung ist übrigens auch der Grund, warum das metrische System durch das sogenannte angelsächsische System ersetzt und die Monarchie eingeführt wurde. Inzwischen erlebt die Demokratie allerdings eine Renaissance und verdrängt die Monarchie nach und nach wieder, obwohl eigentlich niemand die Sache mit dem Ober- und Unterhaus versteht, dabei ist es schon eine enorme Vereinfachung seit Abschaffung der beiden Mittelhäuser.
Noch im gleichen Jahr wanderten übrigens sämtliche Känguruhs aus England aus und siedelten nach Australien über, da sie mit dem neu eingeführten Linksverkehr nicht mehr zurecht kamen. Dummerweise hatten sie nicht damit gerechnet, daß in Australien ebenfalls Linksverkehr herrscht, was zu massiven Unfällen führte und die Känguruhs fast ausrottete. Es ist Tierschützern zu verdanken, daß es nie dazu kam, nachdem sie spezielle Känguruh-Zonen einführten, in denen Rechtsverkehr vorgeschrieben war. Das funktionierte überraschend gut, denn Fahrzeuge waren in diesen Rechtsverkehrszonen verboten.
Nach dem Verlust der gesamten englischen Känguruh-Population schickte die frisch eingesetzte Queen eine geheim operierende Spezialeinheit nach Deutschland, um das traditionelle englische 7-Tage-Wochen-System einzuführen. Früher hatte eine europäische Standardwoche 3 Tage: Dienstag, Ochstag und Mondtag. Damals war es üblich, den Monat nach dem Dezimalsystem in 10 Wochen zu unterteilen. In Engalnd hielt man die 7 für eine schönere Zahl als die 3 - außerdem dachte man, daß es klüger sei, den Monat in 4 Wochen zu unterteilen, da das besser aufginge. Dummerweise hatten sich die Engländer verrechnet und so eine noch viel größere Diskrepanz erzeugt. In der europäischen Standardwoche bleibt nur bei 31-Tage-Monaten ein Tag übrig, während in der 7-Tage-Woche immer 2 bis 3 Tage am Ende der 4 Wochen übrig bleiben. Dieser Fehler wurde aber erst 21 Jahre nach ihrer Einführung bemerkt und da war es bereits zu spät, das System wieder rückgängig zu machen.
Die geheime Spezialeinheit scheiterte jedenfalls und es gelang ihr nicht, ihren Wochenreformationsplan umzusetzen. Das wäre aber ohnehin nicht notwendig gewesen, denn bestimmte Bevölkerungsschichten in Deutschland sind besessen von Klatsch und Tratsch über das englische Königshaus und so wurde mit der Einführung der Monarchie in England, mit Hilfe einschlägiger Klatschzeitschriften, das 7-Tage-System relativ schnell populär. Seine Einführung in Deutschland war nunmehr lediglich ein Akt der Bürokratie, was zwar nach deutschen Regeln grundsätzlich 12 Wochen, 5 Ausfertigungen und eine Bearbeitungsgebühr benötigt, dann aber unumstößlich ist.
Rechnet man nun also die erhöhte Wochentagzahl von 7 statt früher 3 bis zum Jahr 1835 zurück, kommt man darauf, daß heute eigentlich Mittwoch wäre, allerdings nicht nach dem alten europäischen Kalender, laut dem dieser Tag Ochstag genannt wird. Den Begriff Mittwoch haben erst die Briten eingeführt, nachdem sie vor dem Dienstag den Montag einschoben und Donnerstag, Freitag und Sonnabend nach dem Ochstag platzierten. Der wurde dann in Mittwoch umbenannt, um die Mitte der Woche zu markieren. Erst viel zu spät merkte man, daß der Mittwoch gar nicht die Mitte der Woche war, da aber schon eine enorme Anzahl Taschenkalender gedruckt wurde, hat man auf die Schnelle festgelegt, daß Sonnabend und Mondtag als freie Tage gelten und der Mittwoch die Mitte der nicht-freien Woche markieren soll.
Es stellte sich schnell heraus, daß die Menschen den Montag sehr häufig mit dem Mondtag verwechselten und so wurde dieser spontan in Sonntag umbenannt. Sonne klingt auch viel besser, als Mond, besonders, wenn es sich um einen Tag handelt. In einigen abgelegenen Gegenden Deutschlands wird noch heute jeden Mittwoch ein Ochstags-Essen veranstaltet, an dem es traditionell Känguruh gibt.
Jan • 8.3.2010, 7:04 Uhr
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